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Pflanzenmilch selber machen (12 Sorten)

Für die meisten Sorten brauchst du gerade einmal zwei Zutaten.

Letztes Update am 22.06.2020

Immer mehr Menschen trinken Pflanzenmilch statt Kuhmilch. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Manche steigen der Tiere zuliebe um, da die heutige Haltung von Milchkühen weit von einer artgerechten Haltung entfernt ist. Damit diese Form der Tierhaltung überhaupt möglich ist, werden die Kühe mit Antibiotika vollgepumpt. Deswegen ist Pflanzenmilch gar nicht unbedingt wegen der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe gesünder als Kuhmilch, sondern weil du damit nicht permanent Antibiotika aufnimmst.

Pflanzenmilch ist auch deutlich besser für die Umwelt, da sie in der gesamten Herstellung im Vergleich zu Kuhmilch weniger Wasser verbraucht und weniger Treibhausgase produziert. Viele Menschen haben auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Laktoseintoleranz oder eine Milcheiweißallergie und trinken daher lieber Pflanzenmilch.

Zu guter Letzt schmeckt Pflanzenmilch auch einfach unfassbar gut, so dass es sich lohnt mal neue Sorten auszuprobieren.

Die Herstellung von veganer Milch erfolgt durch das Einweichen von Nüssen, Samen, Getreide, Soja, Reis oder Kokos über mehrere Stunden, dem Pürieren zusammen mit Wasser in einem Standmixer und die anschließende Filterung durch einen Nussmilchbeutel.

Du kannst Pflanzenmilch also denkbar einfach selbst herstellen.

In diesem Beitrag lernst du insgesamt zwölf verschiedene Sorten von veganer Milch kennen.

Da ist mit Sicherheit auch deine neue Lieblings-Milch dabei.

Ganz am Ende des Beitrags zeige ich dir noch, warum ich den Standmixer Philips HR3556 empfehle und welche Nussmilchbeutel ich genutzt habe.

Also, lass uns direkt mit der ersten Pflanzenmilch-Sorte starten.

1. Hafermilch selber machen

Hafermilch ist von Natur aus dicker und süßer als viele andere vegane Milchalternativen.

Sie eignet sich deinen Morgenkaffee, Müsli oder viele Rezepte für Suppen oder Currys. Man kann sie natürlich auch gut einfach so trinken oder für einen Eiweißshake nutzen.

Wenn du die Hafermilch in deinen Kaffee geben möchtest, empfehle ich dir in Schritt 2 einen Teelöffel Kokosöl mit in den Mixer zu geben. Das zusätzliche Fett führt dazu, dass die Milch cremiger wird und einen stabileren Schaum erzeugt.

Geschmack: Relativ neutral, minimal süßer als Kuhmilch, leichter Nachgeschmack nach Haferflocken

Konsistenz: Etwas fester als andere vegane Milchalternativen. Kann leicht schleimig sein (hier ein paar Tipps, wie du das vermeidest).

Beständigkeit: Sehr stabil, setzt sich ganz leicht unten ab. Am besten vor dem Verzehr kurz umrühren oder schütteln.

Zutaten:

  • 100 g Bio-Hafer
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Haferkörner mit Wasser in eine Schale geben und für etwa 6 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Hafer in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Den Hafer dann zusammen mit 1 Liter eiskaltem Wasser für eine halbe Minute in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Sehr vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Hafermilch in die Schale fließt. Bei Hafermilch lieber etwas weniger drücken, damit die Milch nicht schleimig wird. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Hafermilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Tipps, damit deine Hafermilch nicht schleimig wird

Die größte Herausforderung beim Selbermachen von Hafermilch ist es, dass die Konsistenz am Ende nicht schleimig wird. Hier habe ich ein paar Dinge herausgefunden, wie du das vermeiden kannst:

  • Nicht zu lange pürieren: Wenn du einen leistungsstarken Standmixer wie den Philips HR3556 nutzt, dann würde die Milch nicht länger als 30 Sekunden mixen.
  • Nicht zu fest ausdrücken: Normalerweise versuche ich bei der Herstellung von veganer Milch jeden Tropfen aus dem Nussmilchbeutel heraus zu drücken. Bei Hafermilch scheint das Quetschen jedoch mehr Schleim zu produzieren. Daher drücke ich hier immer nur minimal, um wirklich nur die Flüssigkeit herauszudrücken, nicht den Schleim.
  • Nicht zu stark erhitzen: Wenn du Hafer kochst, verdickt er sich. Das beste Beispiel dafür ist Haferschleim. Dieser Effekt kann manchmal gewünscht sein, bei anderen Rezepten aber nicht.

2. Dinkelmilch selber machen

Diese Alternative ist noch ziemlich unbekannt aber äußerst vielversprechend. Sehr ähnlich wie Hafermilch, nur minimal flüssiger.

Geschmack: Nach dem umrühren schmeckt sie recht mild, minimal nach Getreide aber sehr lecker. Tatsächlich finden wir sogar, dass sie eine ganz leichte Nuss-Note hat. Geschmacklich wahrscheinlich irgendwo zwischen Hafermilch und Mandelmilch einzuordnen.

Konsistenz: Hat man die Milch dann aber kurz umgerührt, hat Dinkelmilch eine sehr angenehme Konsistenz. Das Umrühren ist auch recht einfach, es klumpt nichts oder so. 

Beständigkeit: Dinkelmilch ist ziemlich instabil und es bilden sich relativ schnell zwei Schichten: Eine wässrige Schicht oben und eine eher feste Schicht unten. Ohne die Milch vorher umzurühren, lässt sie sich nicht trinken, da die obere Schicht nur nach Wasser schmeckt.

Zutaten:

  • 100 g Bio-Dinkel
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Dinkelkörner mit Wasser in eine Schale geben und für mindestens 10 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Dinkelkörner in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Den Dinkel dann zusammen mit 1 Liter eiskaltem Wasser für eine Minute in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Dinkelmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Dinkelmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Nachdem du die Milch aus dem Nussmilchbeutel ausgedrückt hast, bleibt die übrige Dinkel-Masse insgesamt etwas hartnäckiger im Nussmilchbeutel hängen, als bei anderen veganen Milch-Varianten.

Auch im Standmixer ist ziemlich viel Masse hängen geblieben, die ich vorsichtig in den Nussmilchbeutel mit einem Löffel getan habe, nachdem ich das Gerät vorher vom Stromnetz entfernt hatte.

Dinkelmilch schmeckt mir schon ungesüßt schon richtig gut. Schraubst du die Süße durch einen Zuckerersatzstoff wie Erythrit oder zwei Datteln noch leicht nach oben, überdeckt die leichte Süße den leichten Getreide-Geschmack und schmeckt sogar noch ein bisschen besser als ungesüßt. Ich finde, dass sie dann geschmacklich fast etwas von Mandelmilch hat.

3. Sojamilch selber machen

Bei der Herstellung von Sojamilch ist es ein sehr entscheidender Schritt, dass du die Sojabohnen abkochst, nachdem du sie püriert hast. Rohe Sojabohnen enthalten nämlich verdauungshemmende Giftstoffe, die du durch das Abkochen neutralisierst.

Geschmack: Schmeckt so, wie Sojamilch halt schmeckt. Einige lieben den Geschmack, ich selbst gehöre zur anderen Fraktion.

Beständigkeit: Es setzt sich nichts ab. Es bildet sich lediglich ein ganz leichter Film an der Oberfläche.

Konsistenz: Die Milch ist sehr flüssig und es setzt sich nichts ab. Hat nur diesen typischen Soja-Geruch, den man mögen muss.

Zutaten:

  • 80 g Bio-Sojabohnen
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Sojabohnen mit Wasser im Verhältnis 1:2 in eine Schale geben und für mindestens 12 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Sojabohnen in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Sojabohnen dann zusammen mit 1 Liter eiskaltem Wasser für zwei Minuten in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen und vorsichtig ausdrücken.

Schritt 4: Die Flüssigkeit in einem Kochtopf unter niedriger Hitze für 20 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich rühren. Lasse die fertige Sojamilch dann abkühlen. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Sojamilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Die Sojabohnen quellen beim Einweichen sehr stark auf, daher lieber etwas mehr Wasser nehmen. Beim Ausquetschen werden die Sojabohnen zu einer schaumartigen Masse, die im Nussmilchbeutel hängen bleibt.

Beim Kochen aufpassen, dass es nicht anbrennt. Die Sojamilch verhält sich wie normale Kuhmilch auf dem Herd und vervielfacht ganz plötzlich ihr Volumen (nicht, dass mir das passiert wäre🙈). Lieber einen größeren Topf nehmen.

4. Haselnussmilch selber machen

Milch aus Haselnüssen ist für mich der absolute Gewinner. Habe ich vorher noch nie getrunken, aber schmeckt mir persönlich von allen vorgestellten pflanzlichen Milchalternativen am besten.

Geschmack: Sehr lecker nussig, ähnlich wie Mandelmilch, nur schmeckt noch etwas runder. Zusätzliche Süße braucht Haselnussmilch für meinen Geschmack nicht.

Beständigkeit: Unten am Boden setzt sich nach ein paar Stunden eine minimale Schicht ab. Daher vor dem Verzehr am besten einfach kurz umrühren oder schütteln.

Konsistenz: Fast vergleichbar mit Kuhmilch. Wahrscheinlich sehr ähnlich mit Mandelmilch.

Zutaten:

  • 150 g Bio-Haselnüsse (naturbelassen)
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Haselnüsse mit Wasser in eine Schale geben und für mindestens 8 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Haselnüsse in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Haselnüsse dann zusammen mit 1 Liter eiskaltem Wasser für eine Minute in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Haselnussmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Haselnussmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Die Haselnüsse wirken selbst nach langem Einweichen immer noch recht fest. Der Mixer zerkleinert sie trotzdem ohne Probleme.

Wie bei den andern Nussmilch-Sorten auch, löst sich der Rest sehr gut aus dem Nussmilchbeutel und die Reinigung ist ebenfalls einfach.

Ein echter Geheimtipp. Braucht kaum zusätzliche Süße.

5. Mandelmilch selber machen

Mandelmilch war immer mein absoluter Favorit unter den Pflanzenmilch-Sorten und wurde erst durch diesen Beitrag von Haselnussmilch abgelöst.

Geschmack: Sie hat einen Hauch von Süße und offensichtlich ein Nuss-Aroma. Meine Empfehlung wäre es, die Milch nicht zusätzlich zu süßen und es bei den beiden Zutaten Wasser und Mandeln zu belassen, aber das ist natürlich deine Entscheidung.

Beständigkeit: Am Boden setzt sich minimal etwas ab, wirklich sehr wenig. Man kann sie auch ohne Rühren oder Schütteln trinken, wobei das sie natürlich noch ein ganz bisschen intensiver schmecken lässt.

Konsistenz: Sehr angenehm trinkbar.

Zutaten:

  • 150 g Bio-Mandeln (naturbelassen)
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Mandeln mit Wasser in eine Schale geben und für mindestens 6 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Mandeln in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Mandeln dann zusammen mit 1 Liter eiskaltem Wasser für eine Minute in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Mandelmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Mandelmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Meiner Meinung nach kann man sie prima im Eiweißshake verwenden oder zum Kochen nutzen. Da Mandeln quasi ewig haltbar sind, schadet es nicht, immer ein auf Vorrat zuhause zu haben. So musst du nicht auf Mandelmilch verzichten, weil du keine mehr da hast und die Supermärkte geschlossen haben.

6. Reismilch selber machen

Reismilch ist bekömmlicher als Sojamilch und leichter als Mandelmilch oder andere Milchsorten aus Nüssen. Tatsächlich musst du den Reis nicht extra für Reismilch kochen, sondern kannst einfach den Reis verwenden, welcher von deiner letzten Mahlzeit übrig geblieben ist.

Geschmack: Ungesüßt ist Reismilch sehr geschmacksneutral. Kein unangenehmer Geschmack, aber ich würde sie wahrscheinlich nicht so trinken, sondern eher in einem Rezept oder Eiweißshake nutzen.

Beständigkeit: Setzt sich am Boden ab und muss definitiv gerührt oder geschüttelt werden, bevor du sie verwendest. Das Rühren gestaltet sich aber sehr leicht. 

Konsistenz: Reismilch gehört eher zu den flüssigeren der veganen Milchprodukte. Komischerweise schmeckt sie mir leicht gesüßt etwas fester, auch wenn das eigentlich keinen Sinn macht, da der Süßstoff die Konsistenz ja nicht ändert.

Zutaten:

  • 100 g Bio-Vollkornreis
  • 1,2 Liter Wasser
  • 1 Prise Salz

Anleitung:

Schritt 1: Reis ganz normal mit 200 ml Wasser kochen.

Schritt 2: Gekochten Reis zusammen mit 1 Liter eiskaltem Wasser und 1 Prise Salz für eine halbe Minute in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Reismilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Reismilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Ich würde immer Vollkornreis verwenden, da dieser einfach nährstoffreicher als weißer Reis ist. Natürlich kannst du aber auch jeden anderen Reis verwenden. Viele Nährstoffe bleiben ohnehin im Nussmilchbeutel hängen und schaffen es gar nicht bis in die fertige Milch.

7. Sonnenblumenkernmilch selber machen

Diese vegane Milch hat eine etwas dunklere Färbung. Sonnenblumenkerne sind verhältnismäßig günstig, was die Milch aus Sonnenblumenkernen zu einer günstigen Alternative zu vielen anderen veganen Milchprodukten macht.

Geschmack: Nicht ganz so intensiv im Geschmack, aber trinkbar. Du solltest sie aber auf jeden Fall süßen. Mir hat sie persönlich nicht so gut geschmeckt und ich würde immer eine andere Sorte wählen.

Konsistenz: Nachdem sich die Milch abgesetzt hat sieht sie nicht wirklich appetitlich aus. Das ändert sich aber nach dem Rühren, was erstaunlich einfach geht.

Beständigkeit: Die Milch aus Sonnenblumenkernen setzt sich leider extrem stark ab und hat dann kaum noch etwas mit Milch zu tun. Am besten trinkst du diese Milch sofort nachdem du sie hergestellt hast.

Zutaten:

  • 150 g Bio-Sonnenblumenkerne
  • 1 Liter Wasser
  • Ein Süßungsmittel deiner Wahl

Anleitung:

Schritt 1: Sonnenblumenkerne mit Wasser in eine Schale geben und für mindestens 6 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Sonnenblumenkerne in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Sonnenblumenkerne dann zusammen mit 1 Liter eiskaltem Wasser für eine Minute in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Sonnenblumenkernmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Sonnenblumenkernmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

8. Buchweizenmilch selber machen

Eine weitere sehr interessante Milchalternative.

Geschmack: Kann man gut trinken. Schmeckt wie Hafermilch mit einem etwas intensiveren Getreide-Geschmack. Süßen muss man für meinen Geschmack nicht unbedingt, denn es macht nicht wirklich einen lohnenswerten Unterschied.

Konsistenz: Wie Hafermilch.

Beständigkeit: Setzt sich 2cm unten sehr stark ab. Kann mit Rühren wieder zu einer einheitlichen Flüssigkeit umgewandelt werden, wobei am Boden kleine Rückstände bleiben.

Zutaten:

  • 100 g Bio-Buchweizen
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Buchweizen mit Wasser in eine Schale geben und für mindestens 12 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Buchweizen in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Den Buchweizen dann zusammen mit 1 Liter Wasser für eine Minute in einem Standmixer pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Buchweizenmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Buchweizenmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Am besten solltest du die Buchweizenmilch nicht kochen. Sie bekommt dann eine Porridge-artige Konsistenz. Du kannst sie aber aufwärmen, ohne sie zu kochen.

9. Kokosmilch selber machen

Kokosmilch kannst du auch ganz einfach selber herstellen. Anders als andere vegane Milchprodukte geht sie deutlich schneller, weil die Kokosraspeln nur kurz im Wasser liegen.

Geschmack: Kokosmilch hat auf jeden Fall die geringste Ähnlichkeit zu Kuhmilch. Das Kokos schmeckt man sehr stark raus, was der Milch einen tropischen Flair gibt. Durch leichtes Süßen nimmt man den intensiven Kokos-Geschmack etwas weniger wahr. Hier musst du selbst entscheiden, ob das gewünscht ist.

Beständigkeit: Hier setzt sich nicht wie bei allen anderen Milchsorten unten etwas ab, sondern oben. Aber nur ganz leicht.

Konsistenz: Nach dem Rühren sehr gut, flüssig und milchig.

Zutaten:

  • 150 g Bio-Kokosraspel
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Kokosraspel in eine Schüssel geben und 1 l kochendes Wasser über die Kokosraspel gießen. Für 15 Minuten ziehen lassen.

Schritt 2: Den Schalen-Inhalt mit den Kokosraspeln und dem Wasser in einen Standmixer geben und für 1 Minute pürieren.

Schritt 3: Die Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Kokosmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Kokosmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Bei dieser Variante ist scheiden sich die Meinungen. Manche lieben Kokosmilch, andere mögen es gar nicht. Da hilft nur es auszuprobieren und zu gucken, welcher Seite du angehörst.

10. Cashewmilch selber machen

Ich weiß nicht was es ist, aber ich würde Cashewmilch beim Trinken irgendwie als leicht oder weich beschreiben.

Geschmack: Sie schmeckt ein ganz bisschen süß, ein ganz bisschen nussig und ein ganz bisschen salzig. Eine runde Sache. Bei meinem Eiweißshake kam es mir so vor, als würde Cashewmilch selbst zwar relativ neutral schmecken, aber andere Geschmäcker verstärken, anstatt sie zu übertönen (wie Kokosmilch). Sehr angenehm. Ich würde sie nicht zusätzlich süßen.

Konsistenz: Das Mundgefühl und die Zähigkeit von Cashewmilch sind mit der von Kuhmilch vergleichbar.

Beständigkeit: Setzt sich ganz leicht unten ab. Kann man umrühren, muss man nicht.

Zutaten:

  • 150 g Bio-Cashews (naturbelassen)
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Prise Salz

Anleitung:

Schritt 1: Cashews mit Wasser in eine Schale geben und für mindestens 4 Stunden im Kühlschrank einweichen lassen.

Schritt 2: Cashews in einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Cashews dann zusammen mit 1 Liter Wasser und 1 Prise Salz für eine Minute in einem Standmixer pürieren. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Cashewmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Optional: Die Flüssigkeit nach dem Pürieren durch einen Nussmilchbeutel in eine Schale abseihen. Vorsichtig ausdrücken, sodass die fertige Cashewmilch in die Schale fließt.

Die Besonderheit bei Cashewmilch ist also, dass du sie gar nicht zwingend durch einen Nussmilchbeutel abseihen musst. Die Caches lösen sich beim Pürieren im Standmixer bereits so gut auf, dass du sie auch einfach so trinken kannst. Der Vorteil: Alle Nährstoffe landen in der Milch und keine Nährstoffe bleiben im Nussmilchbeutel hängen.

11. Leinsamenmilch selber machen

Eine weitere vegane Milchart, die günstig herzustellen ist. Und schnell geht sie auch noch, weil die Leinsamen nicht eingeweicht werden müssen.

Geschmack: Schmeckt ungesüßt etwas bitter, gesüßt hat sie mir auch nicht viel besser geschmeckt. Aber ich mag auch keine Leinsamen. Könnte daran liegen 😁

Konsistenz: Wird schnell dickflüssig und erinnert im Fließverhalten und in der dunklen Farbe gar nicht an Milch. Klumpt ganz leicht.

Beständigkeit: Setzt sich stark ab und sollte dann zwingend umgerührt werden, bevor du sie trinkst.

Zutaten:

  • 80 g Bio-Leinsamen
  • 1 Liter Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Leinsamen und 1 L kaltes Wasser in den Standmixer geben und für eine Minute zerkleinern.

Schritt 2: Mit einem Nussmilchbeutel abseihen und gut ausdrücken, sodass die fertige Leinsamenmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Leinsamenmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Bei Ausdrücken habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei Leinsamenmilch wirklich sehr viel im Nussmilchbeutel hängen bleibt.

Insgesamt von allen Sorten die schlechteste Konsistenz und Geschmack. Das ist aber meine persönliche Meinung.

12. Hanfmilch selber machen

Es braucht nur zwei Zutaten und fünf Minuten deiner Zeit und schon hast du leckere Hanfmilch.

Geschmack: Hanfmilch schmeckt mild, angenehm, leicht getreidig und leicht nussig. Ich würde sie ganz leicht süßen.

Konsistenz: Dach kräftigem Rühren ist die Konsistenz sehr milchig. Sofern sie vor dem Trinken also umgerührt wird, ist sie angenehm trinkbar.

Beständigkeit: Ziemlich schlecht, setzt sich relativ fest am Boden ab und ist dann oben wässrig. Lässt sich nur sehr schwer verrühren. Schütteln reicht hier nicht aus.

Zutaten:

  • 100 g Hanfsamen (naturbelassen)
  • 1 l kaltes Wasser

Anleitung:

Schritt 1: Hanfsamen und 1 L kaltes Wasser in den Standmixer geben und für eine Minute zerkleinern.

Schritt 2: Mit einem Nussmilchbeutel abseihen und gut ausdrücken, sodass die fertige Hanfmilch in die Schale fließt. Anschließend in ein geeignetes Gefäß umfüllen, in welchem die Hanfmilch im Kühlschrank aufbewahrt für 3-5 Tage haltbar ist.

Welche Zutaten brauche ich?

Um selber Pflanzenmilch herzustellen, brauchst du im Grunde genommen nur:

  • Eine Hand voll Nüsse, Getreide oder Samen
  • Wasser

Das war es eigentlich auch schon. Einige Sorten kannst du zusätzlich süßen. Anstatt aber den klassischen und ungesunden Haushaltszucker zu verwenden, empfehle ich dir eine gesunde Zuckeralternative zu nutzen:

  • Erythrit (kaum Kalorien und besser bekömmlich als andere Zuckerersatzstoffe)
  • Datteln (liefern viele Vitamine und Mineralstoffe)
  • Flavour Drops (kalorienfrei und geben der Milch einen Geschmack)

Das muss aber jeder selber für sich entscheiden. Insbesondere Nussmilch-Sorten wie Mandelmilch, Haselnussmilch oder Cashewmilch müssen nicht zwingend gesüßt werden.

Welches Equipment brauche ich?

Die Herstellung von veganer Pflanzenmilch ist denkbar einfach, sodass du lediglich folgendes Equipment brauchst:

Ich selbst nutze als Standmixer noch den meinen alten Philips HR2096 und bin mit dem Gerät absolut zufrieden. Es macht das was es soll richtig gut, und zwar alles klitzeklein zu zerhacken, was ich da so reinwerfe.

Meinen HR2096 gibt es leider nicht mehr zu kaufen, da er durch das Nachfolgemodell HR3556 ersetzt wurde. Das Nachfolgemodell sieht eigentlich ziemlich ähnlich zu meinem aus und hat sogar noch 100 Watt mehr Power. Dann hat er noch diese Funktion wo man das Gerät direkt mit dem kleinen Mixbecher nutzen kann, was ich mir gerade bei Eiweißshakes sehr praktisch vorstelle. Das ist schon ziemlich nice.

Falls mein Gerät von Philips nach all den Jahren doch mal kaputt geht, wonach es zur Zeit überhaupt nicht aussieht, dann würde ich mir wohl den Philips HR3556 holen.

Unser Favorit

Vielseitig einsetzbar

Das Nachfolgemodell von meinem langlebigen Standmixer.

Klar gibt es günstigere Geräte, aber mein Standmixer von Philips arbeitet absolut zuverlässig und lässt sich ganz entspannt auseinander bauen, um die einzelnen Teile im Geschirrspüler zu reinigen. Dazu kommt natürlich die Langlebigkeit. Wenn ich also mal einen neuen bräuchte, dann wäre es mit Sicherheit der HR3556.

Dann brauchst du natürlich noch einen Nussmilchbeutel. Die bekommst du schon für einen relativ günstigen Preis bei Amazon.

Ich habe ein Set mit gleich zwei Stück bestellt. Die Amazy Nussmilchbeutel haben ihren Job bisher sehr zuverlässig erfüllt.

Man kann sie sogar im Geschirrspüler reinigen. Vorher solltest du sie natürlich immer gründlich im Waschbecken ausspülen.

Wenn du einen Nussmilchbeutel und einen Standmixer hast, dann kann es losgehen.

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