Graef CM 800 Test: Espressomühle für Einsteiger

Eine leicht zu bedienende Espressomühle zum fairen Preis.

von Christoph Reiter | aktualisiert am 17.04.2021

Die Graef CM 800 Espressomühle ist der erste Schritt von gemahlenem Espressopulver aus dem Einzelhandel zu einem besseren Espresso. Die Mühle mahlt ganze Bohnen gleichmäßig, sodass der Zubereitung einer wohlschmeckenden Tasse Espresso nichts mehr im Wege steht.

Über 40 verschiedene Stufen ermöglichen einen feinen Mahlgrad für Espresso und Siebträgermaschinen, einen mittleren Mahlgrad für Filterkaffee oder einen groben Mahlgrad für eine French-Press. Da Kaffee gröber als Espresso gemahlen wird, eignet sich die CM800 auch zum Mahlen von Kaffee, während sich Kaffeemühlen nicht für Espresso eignen.

Gute Espressomühle für Einsteiger

Mahlt Bohnen für Espresso und Kaffee gleichmäßig, aber nicht perfekt.

Das braune Bohnengetränk gehört für viele Menschen zu einem gelungenen Tag dazu. Wenn du zu Hause Espresso und Kaffee trinken möchtest, der an die Qualität deines Lieblings-Cafés herankommt, dann führt kein Weg daran vorbei, deine Bohnen selbst zu mahlen. Vorgemahlene Bohnen verlieren bei der Lagerung und beim Transport viel zu viel Aroma, das dann in deiner Tasse fehlt.

Keine Innovation, aber für viele Menschen eine Erleichterung in der Küche. Foto: Christoph Reiter

Tatsächlich ist der Mahlgrad einer der wichtigsten Kriterien für einen gelungenen Espresso. Auch mit der besten Espressomaschine der Welt lässt sich nur dann ein unverwechselbarer Espresso zaubern, wenn die Qualität des Kaffeemehls stimmt. Mit der Graef CM 800 bekommst du eine ausgezeichnete Espressomühle für Einsteiger.

Darauf habe ich geachtet

Hochqualitative Bohnen sind die Grundlage für einen guten Espresso.

Werden die Bohnen allerdings nicht gleichmäßig gemahlen, lässt sich auch mit exzellenten Bohnen kein zufriedenstellendes Ergebnis herstellen:

  • Zu kleine Partikel werden überextrahiert und lassen den Espresso bitter schmecken.
  • Zu große Partikel werden unterextrahiert und lassen den Espresso wässrig schmecken.

Selbst die teuerste Espressomaschine der Welt kann die falsche Extraktion dann nicht mehr verhindern. Eine gute Espressomühle ist daher wichtiger als eine gute Espressomaschine.

Ein komplett homogener Mahlgrad ist allerdings auch nicht das Ziel. Einige kleine und paar große Partikel verleihen dem Espresso den gewissen Charakter. Auf die richtige Mischung kommt es an!

Neben einem homogenen Mahlgrad lege ich bei einer Espressomühle ebenfalls wert darauf, dass sie die Bohnen fein genug mahlen kann:

  • Feiner Mahlgrad: Für Espresso erforderlich, da das Wasser so mehr Widerstand hat nicht zu schnell durchläuft.
  • Grober Mahlgrad: Für Kaffee empfehlenswert, da das Wasser weniger Widerstand hat und die Extraktion nicht zu lange dauert.

Ganz wichtig ist dabei, dass eine Espressomühle nicht das Gleiche wie eine Kaffeemühle ist. Espresso muss viel feiner als Kaffee gemahlen werden, weshalb eine Espressomühle auch feiner als eine Kaffeemühle mahlen kann. So kann eine Espressomühle auch Kaffee mahlen, während man eine Kaffeemühle besser nicht zum Mahlen von Espresso nutzen sollte.

Werden Espressobohnen mit einer Kaffeemühle gemahlen, schießt das Wasser anschließend einfach so durch und der Espresso schmeckt fade. Schade um die guten Bohnen! Foto: Christoph Reiter

Erfüllt eine Espressomühle alle Anforderungen an den Mahlgrad, sollte nach dem Mahlen möglichst wenig Kaffeemehl in der Mühle hängen bleiben. Dieser sogenannte Todraum ist bei jeder Espressomühle unterschiedlich groß und kann den Geschmack der nächsten Tasse beeinflussen. Das zurückgebliebene Kaffeemehl kommt beim nächsten Mahlvorgang als Erstes heraus und kann dadurch bereits einen Tag oder länger in der Maschine gewesen sein.

Zusätzlich sollte eine Espressomühle sich einfach bedienen lassen. Da die Mühle in den meisten Küchen dauerhaft sichtbar auf der Küchenarmatur steht, sollte sie zudem gut aussehen und nicht so viel Platz einnehmen.

Was mir an der Graef CM 800 Espressomühle gefällt

Die Graef CM 800 ist eine hervorragende Espressomühle für Einsteiger. Zu einem fairen Preis bekommst du eine Mühle, die Bohnen gleichmäßig mahlt.

Über den Drehregler kannst du einen feinen Mahlgrad für Espresso oder einen groben Mahlgrad für Filterkaffee und eine French-Press einstellen. Foto: Christoph Reiter

Besonders gut gefällt mir bei der Graef CM 800 die einfache Bedienung. Über einen Drehschalter, der einmal um die komplette Mühle herum verläuft, kannst du einen der 40 Mahlgrade einstellen.

Um den Mahlvorgang zu starten, hast du zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist der manuelle Modus, den du über die Einstellung „ON“ am rechten Schalter aktivieren kannst. Die Espressomühle mahlt dann ununterbrochen, bis du den Schalter wieder auf „OFF“ stellst.

Über einen Kippschalter auf der rechten Seite lassen sich die beiden Modi einstellen. Foto: Christoph Reiter

Der zweite Modus ist der automatische Modus. Aktivierst du diesen über die Einstellung „AUTO“ am rechten Schalter, mahlt die Mühle immer dann, wenn du gegen den Sensor in der Mitte drückst. Das ist besonders praktisch für Siebträgermaschinen.

Mit einer Höhe von knapp 40 Zentimetern ist die Espressomühle kompakt gebaut. Insgesamt erledigt das Kegelmahlwerk aus Edelstahl in der CM 800 einen zuverlässigen Job, um Bohnen auf den gewünschten Mahlgrad zu bringen.

Fehler, über die man hinwegsehen kann

Negativ ist mir aufgefallen, dass der Weg vom Mahlwerk bis zum Auswurf bei der Graef CM 800 recht weit ist, wodurch nach dem Mahlen etwas Kaffeemehl in der Mühle hängen bleibt.

Damit du nicht jedes Mal den Kaffee vom Vortag trinkst, solltest du die CM 800 nach jeder Nutzung ausklopfen. Foto: Christoph Reiter

Der sogenannte Todraum ist damit größer als bei teureren Modellen und könnte den Geschmack von deinem nächsten Espresso verfälschen. Indem du die Mühle nach jeder Nutzung kräftig ausklopfst, kannst du das Problem ein wenig umgehen.

Das richtige Produkt für

Die Graef CM 800 ist das richtige Produkt für alle Fans von geschmackvollem Espresso oder Kaffee, die bislang gemahlenes Pulver gekauft haben und nun ganze Bohnen kaufen wollen, um diese frisch zu Hause zu mahlen.

Im Vergleich zu vorgemahlenen Bohnen wirst du mit der Graef CM 800 einen großen qualitativen Schritt nach vorne machen, den du dann am Ende auch schmeckst.

Solltest du die Graef CM 800 Espressomühle kaufen?

Wenn du bislang vorgemahlenes Espressopulver gekauft hast und damit beginnen möchtest, deine Espressobohnen selbst zu mahlen, dann machst du mit der Graef CM 800 definitiv einen Sprung zu einem frischeren Espresso.

Gute Espressomühle für Einsteiger

Mahlt Bohnen für Espresso und Kaffee gleichmäßig, aber nicht perfekt.

Sei dir dabei bewusst, dass die Graef CM 800 zwar nicht günstig ist, es sich aber immer noch um eine Einsteigermühle handelt. Es gibt bessere Espressomühlen auf dem Markt, die einen homogeneren Mahlgrad sicherstellen. Die kosten dementsprechend aber auch mehr.

Mögliche Alternativen

Falls du dich nicht mit einem Einsteigermodell zufriedengeben möchtest, gibt es bessere Espressomühlen, wie die Eureka MCI oder die Baratza Forté, die noch homogener mahlen. Allerdings kosten diese dann auch das doppelte, dreifache oder noch mehr. Mit der Graef CM 800 Espressomühle bist du definitiv besser aufgestellt als mit anderen Espressomühlen, die günstiger sind.

Häufig gestellte Fragen

Hier findest du die Antworten auf die häufigsten Fragen zur Graef CM 800.

Ist bei der Espressomühle ein Auffangbehälter dabei?

Im Lieferumfang ist standardmäßig ein kleiner Behälter dabei.

Kann ich mit der Espressomühle auch Kaffee mahlen?

Espresso wird feiner als Kaffee gemahlen. Daher lässt sich mit einer Espressomühle auch Kaffee mahlen, während sich mit einer Kaffeemühle kein Espresso mahlen lässt.

Was ist der beste Mahlgrad?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da die Antwort von den gewählten Bohnen, der beabsichtigten Zubereitungsart und dem persönlichen Geschmack abhängig ist.

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